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Busfahrt
zum Kloster Helfta
Am
5. Juni 2002, nach der 7-Uhr-Messe in St. Antonius,
fuhren 50 Gemeindemitglieder aus beiden Gemeinden zum Kloster
Helfta.
Noch nichts von Helfta und dem Kloster gehört?
Kein Wunder: 3 Busstunden braucht man schon bis dorthin,
Autobahn über Magdeburg, dann auf Halle zu und schließlich
über die Dörfer. Zudem gibts Helfta nicht mehr
(es gehört zu Lutherstadt Eisleben) - und das Kloster
erst wieder seit 1999.
Dazu aus dem Reiseprospekt: Das Zisterzienserinnenkloster
St. Maria war im 13. Jahrhundert bekannt als "Krone
der deutschen Frauenklöster", berühmt durch
die wissenschaftliche Bildung der Ordensfrauen und deren
Christusmystik. Drei Frauen haben den Ruf von Helfta begründet:
- Mechthild von Magdeburg: 1207-1282
- Mechthild von Hackeborn: 1241-1292
- Gertrud von Helfta (Die Große): 1256-1302
(die ersten Bibelübersetzungen ins Deutsche sind von
ihr!)
Seit
1258 befindet sich das Kloster in Helfta. In seiner Zeit
kannte man es in ganz Europa. Aber nur knapp 100 Jahre dauerte
diese Blütezeit. Dann kamen Kriegswirren, Bauernkrieg,
Reformation, Säkularisation ...
1946 übernahm die spätere DDR die verbliebenen
Gebäude und Ländereien als Volkseigenes Gut (VEG)
und der Verfall ging weiter. Teile der überkommenen
Klosteranlage wurden sogar abgerissen.
1994
wird das Areal wieder Kirchenbesitz: Das Bistum Magdeburg
kauft von der Teuhand die Gemäuer nebst 11 ha Land.
1998 begann der Wiederaufbau. Die Kirche: Ein Geheimtip
für Architekten und Statiker, Kunstfreunde und Maler
(die Wirkung von Sonnenlicht in einer Kirche) !
Etwas
davon geben die Fotos wieder !
Man beschreibt es als Wunder, daß nach 450 Jahren
wieder Klosterleben in Helfta eingezogen ist!
Wir konnten am Stundengebet der Schwestern teilnehmen, der
sog. None, zur 9. Arbeitsstunde des Tages. Um 15 Uhr Normalzeit,
14 Uhr Sommerzeit. Danach gehen die Schwestern wieder "zur
Arbeit", an die Pforte, zur Pflege der Anlagen - sicher
sind sie auch an der Herstellung des berühmten Klosterlikörs
und Klosterbieres beteiligt !
Die
Bilderläuterungen erscheinen
am Mauszeiger auf dem Bild!
Weiteres
Bildmaterial ist auf der
Homepage
des Hotels Klosterpforte,
das als weltliche Einrichtung in einem der Klostergebäude
ebenfalls "neu" ist und in dem wir auch zum Essen
einkehrten.
Reinfried
Mooz
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