Auf zwei Änderungen hatten sich die 29 Teilnehmer der "Rentnerfahrt"
in diesem Jahr eingestellt:
Nach der "Reisemesse" um 9 Uhr ging es ohne morgendliches
Frühstück in St. Antonius los und diesmal lockten relativ
nahe Ziele im Berliner Umland. Die 7 Autos waren voll besetzt und
alles sah nach einer einfachen Tour aus. Aber die Konkurrenz mit
den vielen Autos, die bei sonnigem Wetter zum Einkaufen und in die
Natur unterwegs waren, sorgte schon am Stadtrand für Staus
und erforderten geschickte Umfahrungen.
Wer
das Schiffshebewerk in den letzten
Jahren nicht mehr gesehen hat, wird Augen gemacht haben: Die Baustelle
der neuen und viel größeren Schleuse ist aus dem Tiefbau
heraus und Kräne bestimmen weithin das Bild. Für die Besucher
wurde ein ganz neuer Aufstieg hergerichtet, der an die Serpentinenbesteigung
eines Berges erinnert und für Kinder wie Ältere leichter
begehbar als die alte Treppe ist. Oben angekommen, wurden wir mit
der Einfahrt eines beladenen Lastkahns (von Berlin her kommend)
in den wassergefüllten "Trog" belohnt. Aber erst
das Anlaufen und Verschieben der vielen Tragseile und Gegengewichte
sorgt dann für die Faszination, die noch immer von diesem Bauwerk
von 1934 ausgeht. Unten konnte man das "Ausfahren" des
Schiffes zur nahen Oder beobachten. Zuvor musste es sich aber an
den bereits geschleusten hinteren Teil des Schubverbandes ankoppeln.
Diese Schiffsteilung wird im längeren Trog der neuen Anlage
nicht mehr nötig sein.
Etwas entfernt waren wir dann zum Mittagessen in der Gaststätte
"Am Schiffshebewerk" angemeldet. Egal, ob man draußen
unter Sonnenschirmen oder drinnen saß - es schmeckte und das
Servieren der Wahlgerichte ging zügig.
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Gruppenfoto
bei der Schleusung
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derzeitiges
Hebewerk von 1934
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Baustelle
des neuen Hebewerkes
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Das
war gut so, denn am Kloster Chorin
wartete bereits unser Klosterführer, ein ehemaliger Ranger
des Nationalparks Schorfheide. Sein Herangehen an die Bau- und Kirchengeschichte
"von außen" unterschied sich ziemlich von den theologisch-akademisch
geprägten Führungen in noch aktiven Kirchen. Zumindest
hörte man da aufmerksamer hin und erfuhr mehr "weltliches"
als sonst - etwa über die Hierarchien und die Mitbestimmung
bei den Zisterziensermönchen. Wird in Kirchenführern als
größte Katastrophe das Plündern des Klosters im
30-jährigen Krieg durch die evangelischen Schweden beschrieben,
so erfuhr man von ihm, dass die Jahrhunderte danach andauernde weltliche
Fremdnutzung für die Bausubstanz noch viel schlimmer war. Erst
Preußens großer Baumeister Schinkel setzte 1810 diesem
Abbruch und Verfall ein Ende.
Schön,
dass gleich nebenan die "Alte Klosterschänke" lag,
die uns zu Kaffee und Kuchen erwartete. Unter hohen Bäumen
am Seeufer saß es sich gut.
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Klosterführung
im Sitzen - Außenansicht der Anlage
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Gruppenfoto
am Tor zum Innenhof
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im
Kreuzgang
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im
Innenhof
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eine
echte Nonne begegnete uns
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ein
falscher Mönch: Nur ein Plakat in der Klosterausstellung
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Um
17 Uhr waren wir gewöhnlich längst auf der Rückfahrt,
aber weil Berlin so nahe war, wurde dann noch ein Programmpunkt
aufgenommen, der immer dazugehörte - ein Besuch in der katholischen
Kirche am Ort. Diesmal in "St. Peter
und Paul" in Eberswalde, wo Pfarrer Bernhard Kohnke
seine Kirche und Gemeinde vorstellte.
Hier wurde dann auch das obligatorische Gruppenfoto gemacht. Da
waren allerdings nicht mehr alle dabei.
So
war der Tag vielleicht etwas überladen, aber unterhaltsam und
sonnig zugleich.
Solche Tage gab es zuletzt zu wenig.
Reinfried
Mooz - webmaster
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