PKW-Fahrt
nach Brandenburg am 19.9. 2009
Diese Fahrt, auch "Rentnerfahrt" genannt, hat ihre geschätzten
Rituale:
Die Frühmesse in der St.
Antoniuskirche um 8.30 Uhr, danach ein improvisiertes Frühstück
in der Sakristei bzw. im Kegelkeller und schließlich die Aufteilung
auf die PKW, wobei sich langjährige Fahrgemeinschaften suchen
und finden. Dieses Mal wurden alle Autos voll. Jeder Fahrer bekam
noch einen Stadtplan mit Lagemarkierungen und dann ging es schon
auf die knapp 100 km in Richtung Autobahn, denn um 11.30 Uhr begann
planmäßig die Führung im Brandenburger Dom.
Was am Brandenburger Dom "St. Peter
und Paul" am meisten auffällt, ist seine Baumasse
und seine für eine Kathedralkirche ungewöhnliche Eintürmigkeit.
Eher breiter als hoch - das war die einzige Lösung an diesem
zum Bauen denkbar ungeeigneten Standort in der Flussniederung der
Havel - und die daraus resultierenden statischen Probleme sind allen
Baumeistern über die Romanik und Gotik und sogar bis heute
erhalten geblieben. Allein die bauliche Stabilisierung und Sanierung
seit 1990 hat Unsummen gekostet und ist vor allem dem Einsatz prominenter
Förderer zu verdanken.
Der Dom begrüßt seine Besucher
innen mit Helle und Farbigkeit. Der Innenraum ist baulich stark
gegliedert und dabei ist - das kam unerwartet - auch mehrfaches
Treppensteigen angesagt, sowohl nach oben (zum Hohen Chor) und hinunter
(zur Krypta). Architektonisch stellt der Innenraum eine spätgotische
Hallenkirche dar, aber der romanische Unterbau ist vielfach zu erkennen.
1507 sind die Jahrhunderte der Prämonstratenser, die mit der
Gründung des Domes (1165) kamen, vorbei und die Reformation
setzte sich auch hier durch. Heute beherbergt der Dom die evangelische
Domgemeinde.
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Der
Dom in Brandenburg
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Im
Kirchenschiff: Blick zur Orgelseite
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Die
Petrus-Kanzel
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Im
Kreuzgang
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Das
Mittagessen war im Restaurant
"An der Dominsel" bestellt. Wir hatten Plätze mit
guter Aussicht - auf den blauen Himmel, Segelboote und Wasser -
aber nicht auf gefüllte Teller, denn irgendetwas lief schief
in der Küche und bei der Bedienung. Unser Zeitplan geriet vollends
aus dem Ruder, als sich dann noch herausstellte, dass auch die Wahlkämpfer
Steinmeier und Platzeck mit ihrem Gefolge im Stadtzentrum erwartet
wurden.
Das machte das Umsetzen der Autos zur nahen (im Vergleich zum Dom
sehr kleinen) katholischen Kirche "Heilige
Dreifaltigkeit" am St. Paulikloster (heute ein Museum)
zum Abenteuer. So habe ich von der Kirchenführung nur noch
mitbekommen, dass die sehenswerten farbigen Glasfenster sich auf
die Schöpfungstage beziehen und die katholische Gemeinde auf
dem Gelände auch noch ein Caritas-Altersheim und einen katholischen
Kindergarten zum Nachbarn hat. Pfarrer Rupprecht (70) hat seine
frühen Priesterjahre übrigens in Ostberliner Gemeinden
am Humannplatz und in Biesdorf-Nord verbracht, ehe er nach 1985
in die Stadt Brandenburg kam.
Beim gemeinsamen Singen eines Marienliedes waren wir mit den zwischenzeitlichen
Widrigkeiten ausgesöhnt.
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Die
kath. Kirche "Heilige Dreifaltigkeit"
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Ein
Glasfenster und der Marienaltar
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Alle wurden auf dem 5 km entfernten "Domstiftsgut
Mötzow" dafür reich mit Kaffee und Kuchen
belohnt. Das schmucke Gut bietet darüber hinaus auch einen
Hofladen, ein Spielabteil (von Carlchen, unserem jüngsten Mitreisenden,
lange vermisst) und viele Gelegenheiten zum Sitzen unter freiem
Himmel.
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Domgut
Mötzow
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Kaffeetrinken
im ausgebauten Schafstall
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Schloss
Mötzow und unser guter Geist Martina
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Unter
der Kanzel im Dom zu Brandenburg - Lebt der etwa?
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Die
Autos und ihre 35 Insassen sind ohne Staus und Unfälle wieder
gut in Berlin angelangt.
Dank den Organisatoren und Helfern, die so vieles schon im Voraus
bedacht haben!
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