|
Eigenes
Fenster !
|
|
Bus-Fahrt
nach Meissen am 17.6. 2009
Nach der Frühmesse um 7.15 Uhr gingen die 40 Teilnehmer mit einem Becker-Bus auf die Reise nach Meißen. Unser erstes Tagesziel, die berühmte Meissener Porzellan-Manufaktur, befindet sich allerdings nicht mehr, was für uns ganz praktisch gewesen wäre, an historischer Stätte auf der Albrechtsburg auf dem Meissner Domberg: Dort wurde 1710 das europäische Porzellan "erfunden". J.F. Böttcher gelang es damals, aus den heimischen Rohstoffen Kaolin, Feldspat und Quarz das begehrte Porzellan herzustellen. Ein Glücksfall für Sachsen, denn Königs- und Fürstenhäuser zahlten viel Geld für den standesgemäßen Genuss von Kaffee und Tee aus Meissner Porzellan. Seit 1864 ist die Porzellan-Manufaktur unten in der Stadt und beherbergt auch eine Schauwerkstatt und Verkaufsausstellung. 2005 wurde noch ein modernes Gebäude mit einem Besucherzentrum angebaut. Auf die "Führung" dort muss man sich freilich erst einstellen: Denn die einzelnen Schritte der Entstehung und Bemalung einer Porzellanfigur, die dabei bis zu dreimal im Ofen gebrannt wird, werden nacheinander auf Videowänden erläutert. Dazu muss man mehrere Räume durchlaufen und der jeweilige Mitarbeiter an seinem Werktisch führt synchron zur Einspielung die beschriebenen Tätigkeiten aus oder präsentiert die angesagten Teile. Mit diesem Wissen wird man dann in die historische Porzellansammlung und schließlich die Verkaufsausstellung entlassen. So viel Handarbeit hat ihren Preis: Selbst kleine Stücke kosten schon dreistellige Summen. Demnach haben viele von uns als Omas "Meissener Porzellan mit den Schwertern" entweder nur Nachgemachtes oder aber einen Goldschatz im Schrank.
Auf normalem Gebrauchsporzellan wurde dann das Mittagessen im idyllisch am Berg gelegenen "Wald-schlösschen" serviert. Dank Kreuzchen auf der Teilnehmerkarte gelang die Zuordnung der Wahlgerichte und alle haben gut gespeist. Das war wichtig: Denn wieder wurde eine "Bergbesteigung" nötig, weil der Bus wegen vieler Kurven und Baustellen nicht bis auf den Domberg hinauf fahren konnte. Dafür wurden wir mit einer leibhaftigen Domführerin verwöhnt (also kein Videoclip), die uns sehr kompetent und ausführlich die Domgeschichte und -architektur nahebrachte. Auch der schöne Blick auf das Elbtal und die neu gedeckten roten Ziegeldächer der Altstadt beeindruckten uns. Zur Kaffeezeit war ein Besuch unten in der katholischen Gemeinde St. Benno abgesprochen. Mit "unten" ist die Elbaue gemeint, die 2002 tief im Wasser versank. Das Hochwasser des Triebisch-Baches ruinierte auch die St. Benno-Kirche. Dank Spendenmitteln und professioneller Wiederaufbauplanung konnte uns aber Frau Johanna Forche stolz eine Kirche zeigen, die innen ganz neu und dabei zweckmäßiger, schöner und künstlerisch wertvoller als vorher gelungen ist. Auch ein für die Gemeindenutzung praktisch hergerichtetes Außengelände gehört inzwischen dazu. Dort konnten wir uns zum Kaffeetrinken und Kuchenessen verteilen und noch die Sonne genießen, ehe es auf die Heimfahrt ging. Wegen kurzfristiger Terminprobleme in St. Benno mussten diesmal sogar Tassen, Teller und die Kaffeemaschine aus Antonius mitgeschleppt werden. Den "Helfern" dabei, und das waren sicher nicht nur der Pfarrer und Martina Hadrich, sei dafür extra gedankt! webmaster Weiterführende Links:
www.dresden-und-sachsen.de/dresdner_umland/meissen_porzellanerfindung.htm
|
|||||||||||||||||||||
|
© Kath. Kirchengemeinde St. Antonius in Berlin-Friedrichshain.
Last Update
25-Jun-2009
|
|||||||||||||||||||||