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Bus-Fahrt
nach Güstrow am 11.05. 2011
Dabei
hat sich das 200 km entfernte Güstrow,
kurz vor Rostock gelegen, als guter Griff erwiesen. Auch das sonnige
Wetter hielt und die Reisebetreuung war lückenlos, denn bereits
im Bus von Uwes Busreisen begleitete uns eine Reiseführerin,
die uns auf Sehenswürdigkeiten an der Strecke aufmerksam machte.
In Güstrow wurde wir von zwei Stadtbilderklärern
in Empfang genommen und in zwei Gruppen durch Güstrow geführt.
Die nicht so wandertüchtigen wird es gefreut haben: Güstrow
ist nur eine Kleinstadt und Berge wie in Meißen gab es nicht
- nur auf Autos und Treppen war zu achten.
Dieses
verdanken wir dem mecklenburgischen Herzog
Ullrich III. Er und mehr noch seine dänische Frau
haben sich nach 1550 in Güstrow ihr Residenzschloss
und den Schlossgarten im Stile der Renaissance erbauen
lassen. Bis dahin gab es, als ältestes erhaltenes Gebäude
der Stadt, nur die Heilig-Geist-Kirche,
heute ein Museum für Weihnachtskrippen - und den Dom. Mit dem
Schloss gelang den Architekten Parr und Brandin ein italienisch
anmutender Bau, aus Ziegeln errichtet und dann sandsteinartig verputzt.
Als Hofkirche wählte sich die protestantische Herzogin 1568
den damals fast neuen backsteingotischen Dom.
Dorthin gelangte der Hofstaat durch einen überdachten Gang
zwischen Schloss und Dom, den es heute aber nicht mehr gibt. Gestiftet
ist der Dom allerdings als Kollegiatskirche,
und das schon 1226 vom slawischen Fürsten Heinrich Borwin II.
Die Bürgerschaft Güstrows baute sich aber eine eigene
Pfarrkirche St. Marien im Stadtzentrum
und gleich dahinter ihr Rathaus. Der
heutige Ruf der Stadt, seit 2006 deshalb Barlachstadt Güstrow
genannt, ist eng verbunden mit dem Künstler
Ernst Barlach (1870-1938). Barlach
und Güstrow - das war ein Verhältnis wie Heinrich Böll
zu seiner Heimatstadt Köln. Beide Städte verstanden ihre
Künstler zu Lebzeiten nie richtig, aber die Honoratioren fühlten
sich höchst geehrt, wenn ihre Künstler auswärts Ruhm
erwarben - sie ließen sie aber auch im Stich, wenn der Zeitgeist
oder die Staatsmacht sie verdammten. Hinterher waren alle stets
von "ihrem" Künstler überzeugt gewesen
Nach dem Essen im Hotel Stadt Güstrow und einem Stadtbummel setzten wir die Besichtigung in der Gertruden-Kapelle fort, die 1953 zu einer Barlach-Gedenkstätte hergerichtet wurde. Darin sind eine Anzahl seiner Werke, hauptsächlich Holzplastiken, ausgestellt. Im umgebenden ehemaligen Friedhofsgelände stehen auch einige Skulpturen von DDR-Bildhauern. Dieser Bezug war gewollt, denn die DDR sah sich gern in Barlachs künstlerischer Traditionslinie. Danach
wurden wir überaus herzlich begrüßt
in der katholischen Kirche Mariä
Himmelfahrt, darunter auch von einer Marienschwester
(von den Missionsschwestern vom Hl. Namen Mariens aus Nette/Osnabrück),
die aus Berlin-Biesdorf nach Güstrow kam, und der Organistin,
die uns die Kirche zeigte. Reinfried Mooz - webmaster Weiterführende Links:
http://www.guestrow.de/
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© Kath. Kirchengemeinde St. Antonius in Berlin-Friedrichshain.
Last Update
13-Aug-2011
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